Kryptos selbst minen: Lohnt sich das in Deutschland?

Horrende Grafikkartenkosten und eine immer größere Nachfrage zeigen, dass Kryptomining auch 2021 noch lange nicht uninteressant geworden ist. Doch Investitionen in Coins sind nicht nur mittels Mining möglich. Demnach zeigen unsere eToro Erfahrungen, dass vor allem Social-Trading einen immer wichtigeren Stellenwert bekommt. Wie aber sieht es für jene aus, die in Grafikkarten investiert und ein eigenes Mining-Rag im Keller platziert haben? Lohnt es sich in Deutschland noch, mit jeder Menge horrender Rechenleistung auf Mining zu setzen?

Ohne Rechenleistung keine Kryptowährungen

Nachdem China Bitcoin Mining verboten hat, scheint das Hauptaugenmerk auf den USA zu liegen. Fakt ist, dass ohne die bereitgestellte Rechenleistung ambitionierter Nutzer keine Kryptos existieren würden. Als der Bitcoin immer relevanter wurde, war eine wahre Goldgräberstimmung im Land zu spüren. Private Computer wurden auf- und umgerüstet, um mehr und mehr Bitcoins zu schürfen. Eine Investition, die sich für Neulinge gelohnt hat. Aber wie sieht das heute aus, wo der Bitcoin bereits einen Wert von über 50.000 US-Dollar hat und mehr als 3/4 aller existenten Bitcoins bereits erschlossen sind?

Welchen Einfluss haben die wachsenden Strompreise Deutschlands und welche Rolle spielen die immensen Hardwarekosten? Der klassische Heimcomputer, der mittlerweile in nahezu jedem zweiten Haushalt vorhanden ist, kann fürs Mining von Kryptowährungen nicht genutzt werden. Die Rechenleistung ist zu schwach. Aus mindestens sechs Hochleistungsgrafikkarten, CPU und Mainboard muss ein Mining-Rig bestehen und die derzeitigen Marktpreise machen eine Neuinvestition teuer. Ist es da nicht eher lohnend, das Mining jenen zu überlassen, die bereits ein Rig zur Verfügung haben?

Mining in Deutschland kaum mehr rentabel

Tatsächlich ist es in Deutschland kaum rentabel, selbst in das Schürfen von Kryptowährungen zu investieren. Es sind nicht nur die hohen Investitionskosten in Grafikkarten und Co., die sich bei erfolgreichen Schürfungen bezahlt machen könnten. Es sind vor allem die Stromkosten, die das Mining hierzulande überflüssig machen. Wer investieren möchte, hat bei Börsen wie eToro tatsächlich nicht nur mehr Erfolg, sondern am Ende auch mehr Rendite!

Wie stark der Einfluss des Strompreises ist, zeigt ein Blick auf diese Statistik. Deutschland hat nicht nur hohe Strompreise, sondern die höchsten Preise überhaupt! Eine Spitzenpositionierung, die kein Grund zur Freude ist. Denn ein Mining-Rig braucht jede Menge Energie, die Kosten werden durch den Erfolg beim Schürfen nicht gedeckt. So lohnt es sich, das Mining jenen Ländern zu überlassen, die aufgrund von geringer Strompreise tatsächlich Gewinne erzielen können.

Investitionen in Mining-Equipment und Stromkosten sind weniger rentabel als das zielgerichtete Investment in Kryptowährungen, die nicht unbedingt Bitcoin heißen müssen. Der Bitcoin ist bereits weit oben angelangt, die Kursschwankungen der letzten Jahre haben sich beruhigt und die Prognose geht in Richtung Wachstum. Doch immer neue Währungen tauchen auf, sind noch günstig in der Anschaffung und können, bei Erfolg, einmal zu rentablen Profiten führen.

Investment in Mining auch ohne eigene Station möglich

Wer den Wunsch verspürt, trotz aller Widrigkeiten weiter in Mining zu investieren, hat auch aus Deutschland die Möglichkeit dazu. Allerdings nicht mit einem eigenen Rig, was hierzulande mit horrenden Stromkosten betrieben wird, sondern durch Investment in entsprechende Firmen. Es wurden Unternehmen etabliert, die Hardware kaufen und diese dann im Ausland installieren, um zu günstigen Strompreisen Kryptowährungen zu schürfen. Der große Vorteil hierbei ist, dass die Vorzüge des Auslands auch aus Deutschland genutzt werden können.

Es muss fairerweise aber auch gesagt werden, dass nicht alle Angebote wirklich seriös klingen. Ohne entsprechende Expertise ist es nicht lohnend, ein vermeintlich gutes Angebot zu nutzen, um im Ausland indirekt selbst Kryptowährungen zu schürfen. Problematisch ist, dass kein Rechtsweg zur Verfügung steht. Zum einen handelt es sich bei Kryptowährungen nicht um offizielles Geld und zum anderen sitzen Firmen, die diese Dienstleistungen anbieten, fast immer im Ausland.

Mehr Sicherheit durch direkte Investition in Kryptowährungen

Auch wenn in den Deutschen ambitionierte Goldgräber stecken mögen, ist das Mining hierzulande nicht rentabel und die Weitergabe des Auftrags ins Ausland oft gefährlich. Deutlich mehr Sicherheit bieten direkte Investitionen in Kryptowährungen, die langfristig angelegt zu Profiten führen können. Um selbst zu minen reicht es nicht, Geld in Grafikkarten zu investieren und ein Konto auf einem Mining-Server zu errichten. Wer sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen möchte, braucht fundiertes Wissen um Rentabilität, Strategie und optimale Hardware. Ein Wissen, was selbst Profis in Sachen Kryptowährungen oftmals fehlt.

Selbst wenn die Strompreise rapide sinken würden, was aufgrund Prognosen in Deutschland allerdings nicht zu erwarten ist, wäre der Erfolg beim Mining nicht zwingend gegeben. Insbesondere im Bitcoin-Netzwerk steigt die Schwierigkeit immer weiter an. Grund hierfür ist der wachsende Zuwachs an Minern, nicht nur aus den USA, sondern auch aus Ländern wie Argentinien, Japan und Kanada. Hinzu kommt, dass die Belohnung pro Block beim Bitcoin alle 210.000 Blöcke einmal halbiert wird. Somit ist es nicht abzusehen, ob sich am Ende die Erschließung eines Blocks, abzüglich aller Investitionskosten, beim geltenden Wechselkurs von Bitcoin zu Fiat überhaupt bezahlt macht. Die Investition durch Kauf ist für Deutsche eindeutig die bessere Lösung.

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